Akupunktur

und Ohrakupunktur

In die Akupunkturpunkte des Körpers oder der Ohren werden behutsam hauchdünne Einmalstahlnadeln gesetzt. Dabei kann eine Wirkung erzielt werden, die schmerzlindernd, vegetativ und ausgleichend ist und durch Steigerung der Abwehrkräfte eine heilende Wirkung erzielt.

Dauernadeln

Kurze Nadeln oder Kügelchen werden durch Pflaster fixiert. Sollten größere Schmerzen auftreten, so empfiehlt es sich, die Nadeln zu entfernen und die Haut gründlich zu desinfizieren.

Akupunktur (Lat.: acus = Nadel, punctio = das Stechen), auf Hochchinesisch zhēn jiǔ (針灸) ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Das chinesische Wort zhēn jiǔ (針灸) besteht aus zwei Wortteilen, was übersetzt „Brennen und Stechen“ bedeutet und steht für das Erwärmen der Punkte (Moxibustion) und das Einstechen der Nadel in die Akupunkturpunkte.

Historisches

Die erste zur Zeit bekannte schriftliche Erwähnung der Akupunktur und Moxibustion stammt aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus. Der chinesische Historiker Sima Qian erwähnt in seinen Aufzeichnungen erstmals Steinnadeln. Neuere Grabfunde enthalten Indizien, dass ähnliche Instrumente bereits vor etwa 5000 bis 6000 Jahren verwendet worden sein könnten. Alternativ zu Steinnadeln wurden damals auch Bambussplitter oder Fischgräten verwendet.

Akupunkturnadel (kurz)

Die älteste Sammlung chinesischer medizinischer Schriften Innere Klassiker des Gelben Kaisers (Huangdi Neijing) aus der Zeit zwischen 200 Jahre vor und nach der Zeitenwende integriert die Aku-Moxi-Therapie in die damalige Medizin und beschreibt verschiedene Nadeln (aus Metall), Stichtechniken, Indikationen für die Anwendung bestimmter Punkte. In diesem Werk wurden bereits 160 klassische Punkte entlang der wichtigsten Leitbahnen beschrieben. Das erste historisch eindeutig datierbare Werk über Aku-Moxi ist Der Systematische Aku-Moxi-Klassiker (Zhenjiu jiayijing) von Huang Fumi (215–282). Darin werden eine klare Terminologie, eine Topologie von 349 Akupunkturpunkten und systematische Hinweise auf deren Wirkung beschrieben. Weitere historische Werke sind die Erläuterungen der 14 Hauptleitbahnen von Hua Boren (1341), die Untersuchungen über die acht unpaarigen Leitbahnen von Li Shizhen (1518–1593), sowie die Summe der Aku-Moxi-Therapie von Yang Jizhon (1601).

Die erste Erwähnung der Akupunktur (das Stechen mit Nadeln zu therapeutischen Zwecken) in Europa findet man im Jahr 1675. Der Holländer De Bondt erwähnt in W. Pisos Werk De utriusque Indiae Beobachtungen über diese Therapieform aus Japan. Der Begriff Akupunktur wurde von Pekinger Jesuitenmönchen im 17. Jahrhundert geprägt; er setzt sich aus den lateinischen Wörtern acus (= Nadel) und punctura (= Stich) zusammen, bedeutet also „Therapie mit Nadeln“. 1683 verfasste Willem Ten Rhyne (Arzt der Ostindischen Handelskompanie) einen ausführlichen Bericht in dem er die klinischen Wirkungen der Nadelstichtherapie beschreibt und auch den Begriff der Akupunktur erstmals erwähnt. Die erste bekannte deutschsprachige Veröffentlichung über Akupunktur stammt aus dem Jahr 1824. Es handelt sich dabei um eine Übersetzung von A Treatise on Acupunturation des Engländers James M. Churchill.

Die geschwächte Mandschu-Dynastie versuchte Ende des 19. Jahrhunderts China zu modernisieren, was unter anderem ein Verbot der Akupunktur beinhaltete. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch. Auch spätere politische Bestrebungen im kommunistischem China, Akupunktur zu verbieten, um die gewünschte Umorientierung des Gesundheitssystems in Richtung eines wissenschaftlichen Fundaments zu fördern, setzten sich nicht durch. Stattdessen gelangte die Kommunistische Partei Chinas zu der Auffassung, dass das Land zu wenige nach wissenschaftlichen Standards ausgebildete Mediziner besaß, um es allein mit ihnen medizinisch versorgen zu können. Daher wurden etwa 500.000 die Traditionelle Chinesische Medizin Praktizierende ins staatliche Gesundheitssystem eingestellt, verbunden mit der Hoffnung, dass sie mit der Zeit immer stärker wissenschaftliche Arbeitsweisen übernehmen würden. Trotz alledem sind Traditionelle Chinesische Medizin und Akupunktur bis heute in China neben der wissenschaftlich betriebenen Medizin weit verbreitet und wurden inzwischen sogar ins universitäre Bildungssystem integriert.Arthur Taub: ACUPUNCTURE: Nonsense With Needles

Tätowierungen, die bei der Gletscherleiche Ötzi von etwa 3340 v. Chr. gefunden wurden, dienten möglicherweise therapeutischen Zwecken und befinden sich teilweise in der Nähe aus der chinesischen Medizin bekannter klassischer Akupunkturpunkte. L. Dorfer, M. Moser et al.: 5200-Year-Old Acupuncture in Central Europe?, Science, 9. Oktober 1998, Vol. 282

Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts drang die Traditionelle Chinesische Medizin und mit ihr die Akupunktur verstärkt in den Westen vor.

Konzept der Akupunktur

Akupunktur in der Ming-Dynastie (1368–1644). Bibliothèque Nationale de France, Paris]

Die Akupunktur ist ein Behandlungskonzept der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie basiert auf der Fünf-Elemente-Lehre und der Lehre von den Meridianen. Sie verbindet in pragmatischer Hinsicht zwei Verfahren:

  1. Erwärmen der Punkte (Moxibustion)
  2. Einstechen der Nadel in die Akupunkturpunkte

In der Akupunktur wird die Existenz von 361 Akupunkturpunkten angenommen, die auf den Meridianen angeordnet sind. Demnach gibt es zwölf Hauptmeridiane, die jeweils spiegelbildlich auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, acht Extrameridiane und eine Reihe von so genannten Extrapunkten. Nach Meinung der Traditionellen Chinesischen Medizin wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Qi (Lebensenergie) beeinflusst.

Die Akupunktur gehört zu den Umsteuerungs- und Regulationstherapien. Noch älter als die Akupunktur ist die Akupressur. Hier werden die Punkte mit Hilfe der Fingerkuppen massiert.

Körpereigene Reizmethoden sind auch in anderen Kulturen bekannt. Bei den Arabern die Skarifizierung der Haut etwa bei Hexenschuss und bei den Bantu die Perforation der Ohrläppchen.

Abwandlungen wie das in Japan entwickelte Shônishin (jap. shôni = Kleinkind, shin = Akupunkturnadel) verwendet stumpfe Gegenstände statt Nadeln.

Ohrakupunktur

Das Konzept der Ohrakupunktur (auch Auriculotherapie genannt) wurde vom französischen Arzt Paul Nogier entwickelt. 1954 berichtete er erstmals in der Deutschen Zeitschrift für Akupunktur über seine Erfahrungen und 1961 stellte er seine Diagnose- und Therapieform auf einem Akupunkturkongress in Deutschland vor. Die Behandlung über das Ohr ist zwar auch aus der chinesischen Akupunktur bekannt, es werden dort jedoch nur wenige Punkte – und diese auch nur selten – verwendet. Eine weitere Form der Ohrakupunktur ist die Neuroaurikulotherapie (NAT). Sie ist eine Synthese aus Neurowissenschaft und Aurikulomedizin. Sie verbindet das Erfahrungswissen der Repräsentationen in der Ohrmuschel mit den modernen Erkenntnissen der wissenschaftlichen Neurobiologie. Das NADA-Protokoll (National Acupuncture Detoxification Association, gegründet 1985), wurde von dem Neurochirurg L. H. Wen in Hongkong entwickelt, und soll Entzugsschmerzen lindern und den Suchtdruck senken helfen.

Handakupunktur

Daneben besteht noch das Konzept der koreanischen Handakupunktur, bei der die Meridiane fast komplett auf den Händen abgebildet sind, sowie das der Schädelakupunktur mit Abbildung der Meridiane auf den Schädel. Ähnliche Vorstellungen stecken auch hinter der Fußakupunktur.

Durchführung

Eine Akupunktursitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Dabei wird der Patient ruhig und entspannt gelagert, typischerweise liegt er oder sitzt bequem. Vor dem Einstich einer Nadel wird die Stelle und die unmittelbare Umgebung leicht massiert. Während einer Sitzung werden so wenige Punkte wie möglich gestochen. Manche Autoren geben eine Maximalzahl von 16 an, die aber in Einzelfällen überstiegen werden kann. Auch nach der Akupunktur sollte der Patient noch eine Zeit lang entspannt verharren. Eine komplette Therapie umfasst in der Regel 10 bis 15 solcher Sitzungen.

Einsatzgebiete

Die Weltgesundheitsorganisation gibt auf ihrer IndikationslisteWHO-Indikationsliste für Akupunktur unter anderem folgende Bereiche an:

Als anerkannte Indikation für eine Akupunkturbehandlung gelten auch chronische Schmerzen, wenn kein körperlicher Befund vorliegt und geburtsvorbereitende Akupunktur. Akupunktur ist eine möglicherweise wirksame nicht-chirurgische Therapie gegen Rückenschmerzen. Da direkte Vergleichsstudien nicht in ausreichender Menge vorliegen, haben ForscherA. Keller u. a.: Effect sizes of non-surgical treatments of non-specific low-back pain. In: Eur. Spine J. 2007. DOI: 10.1007/s00586-007-0379-x, abgewandelt zitiert nach „Rückenschmerzen: Was hilft wirklich?“, MMW-Fortschr. Med. Nr. 14/2008 (150. Jg.), Seite 20 zunächst alle Studien zusammengestellt, bei denen diverse Therapien mit unbehandelten Kontrollgruppen verglichen wurden. Anschließend haben sie für jede Therapie mittlere Effektgrößen ermittelt und diese miteinander verglichen. Die Auswertungen zeigen, dass bei akuten Rückenschmerzen nur nicht-steroidale Entzündungshemmer NSAR signifikante Effekte aufweisen. Bei chronischen Schmerzen sind diese jedoch nicht ausreichend belegt. Hier helfen offensichtlich vor allem Akupunktur und verhaltenstherapeutische Maßnahmen. Alle anderen Behandlungsformen sind gemäß dieser Analyse nicht evidenzbasiert. Ein Ergebnis dieser Analyse ist, dass zahlreiche Behandlungsformen sind, die täglich eingesetzt werden, nur wenig belegt sind. Des weiteren zeigten auch evidenzbasierte Therapien keinen wirklich überzeugenden Therapieerfolg. Ohne Ausnahme sind die Effektgrößen hier gering.

Auf nationaler Ebene bemängelt die US-amerikanische National Institutes of Health (NIH) die handwerkliche Qualität vieler Studien. In einem von Alternativmedizinern dominierten KomiteeWallace Sampson: On the National Institute of Drug Abuse Consensus Conference on Acupuncture In: Scientific Review of Alternative Medicine, v2,n1, 1998 erstellten Bericht weist es auf vielversprechende Ergebnisse hin, die ebenfalls auf die Wirksamkeit in zahlreichen Bereichen hindeuten.

Nebenwirkungen

Im Allgemeinen treten bei sachgemäßer Handhabung der Akupunktur kaum Nebenwirkungen auf. Dies bestätigten auch erste Ergebnisse der gerac 2002.

  • Bei Verwendung einer nicht sterilisierten Nadel an verschiedenen Patienten können unter Umständen Krankheitserreger wie etwa Hepatitis B-, -C- und auch das HI-Virus übertragen werden. Allerdings ist die Infektionsgefahr deutlich geringer als bei Verletzungen durch kontaminierte Hohlnadeln (Kanülen), da durch diese eine größere Menge potentiell infektiösen Blutes in den Körper gelangen kann, welches sich bei der vorherigen Benutzung im „Innenraum“ der Kanüle (Kanülenlumen) gesammelt hat.
  • Die Ausbildung eines Hämatoms an der Einstichstelle.
  • Bei langen Verweildauern von silbernen Akupunkturnadeln kam es laut wissenschaftlichen Studien in einigen Fällen zu einer dauerhaften Verfärbung der Haut die als Argyrose bezeichnet wird.
  • Bei langen Verweildauern von Nadeln („Dauernadeln“), egal welchen Materials, kann es vermehrt zu Entzündungen kommen.
  • Es können vereinzelt Blutstropfen austreten.
  • Bei bestimmten Punkten oder Punktkombinationen kann dem Patient schwindlig werden (selten).
  • Kurzzeitiger Bewusstseinsverlust kann auftreten (sehr selten, bei unsachgemäßer Punktwahl oder zu starker Stimulation).
  • Taubheitsgefühl

Dies sind die häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen einer Akupunktur. In den großen deutschen Krankenkassenstudien mussten die Ärzte die auftretenden Nebenwirkungen dokumentieren. Betroffen waren etwa acht Prozent der mit Akupunktur behandelten Patienten.

Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass bereits ein Bluterguss (Hämatom) im Laufe von zehn Akupunktursitzungen mit jeweils zehn bis 20 Nadeln als Nebenwirkung festgehalten wurde. Selten sind es bei Blutungen mehr als ein paar Tropfen – eben wie bei einem Nadelstich in den Finger. Die Nebenwirkung kommt etwa bei jeder 20. Behandlung vor. Ob es sich bei Nadelungsschmerzen tatsächlich um eine Nebenwirkung handelt oder zur Behandlung dazugehörig ist, ist unter Akupunkteuren umstritten. In zwei der großen Krankenkassenstudien wurden auch die Nadelungsschmerzen als Nebenwirkung erfasst: Sie traten bei zwei bis vier Prozent der Patienten auf.

  • Organverletzungen, wie etwa ein Pneumothorax (selten) durch eine unbeabsichtigte Verletzung der Lunge.
  • Eine systematische Übersicht aller vaskulären Verletzungen, die durch Akupunktur erzeugt wurden und in der Weltliteratur dokumentiert wurden, fand 21 Fälle, einige davon mit sehr ernsten Komplikationen. Drei Patienten verstarben infolge dieser Zwischenfälle. Die Autoren zogen daraus den Schluß, daß vaskuläre Zwischenfälle selten sind.
  • Silikonisierte Akupunkturnadeln können durch Ablagerung kleinster Mengen Silikon in der Haut Granulome verursachenM. Yanagihara u. a.: Silicone granuloma on the entry points of acupuncture, venepuncture and surgical needles. In: J Cutan Pathol 2000;27(6), S.301–5)C. Chun: Silica granuloma: Scanning electron microscopy and energy dispersive X-ray microanalysis. In: Journal of Dermatology Vol 18(2), 1991, S.92–6.R. M. Alani, K. Busam: Acupuncture granulomas. In: Journal of the American Academy of Dermatology Vol 45(6 SUPPL.), 2001, S.225–61S. Hayhoe u. a.: Single-use acupuncture needles: Scanning electron-microscopy of needle-tips. In: Acupuncture in Medicine Vol 20(1), 2002, S.11–8..

Pneumothorax ist nicht als Nebenwirkung, sondern als Behandlungsfehler aufgrund von fehlendem Wissen und bei unsachgemäßer Nadelung zu bezeichnen.http://users.med.auth.gr/~karanik/english/articles/adverse.html Adverse Reactions after Acupuncture: A Review by Palle Rosted MDhttp://www.akupunktur-aktuell.de/2007/news/Oekotest.htm Zitiert nach „Sanft heilen mit Nadeln“, Zeitschrift „ÖkoTest“, 6/2007, zitiert in akupunktur aktuell

Gegenanzeigen

Es gibt verschiedene Gruppen von Menschen, bei denen manche Ärzte von einer Akupunkturbehandlung abraten, zum Beispiel

Säuglinge und Kleinkinder können mit der japanischen Kinderakupunktur (Shônishin) behandelt werden. Diese Behandlungsform kommt ohne Nadeln aus, die Haut wird nicht verletzt. Die Akupunkturpunkte, Reflexzonen und Meridianen werden durch Druck, lineares Streichen und Klopfen stimuliert. Eine Meridianmassage kann ergänzend vorgenommen werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit einer Laser- und Elektroakupunktur.

Ärzte, die die Wirksamkeit von Akupunktur auf den Placebo-Effekt zurückführen, werden Patienten, die nicht an Akupunktur glauben, ebenfalls diese Therapieform nicht empfehlen, da bei ihnen der gewünschte Effekt nicht auftreten wird.

Menschen mit niedrigem Blutdruck oder Kollapsneigung sollten während der Akupunkturbehandlung liegen und sich danach eine Weile ausruhen.

Elektro-Akupunktur darf bei Epileptikern nicht angewandt werden, weil der elektrische Strom epileptische Anfälle auslösen könnte. Auch Menschen mit einem Herzschrittmacher dürfen nicht elektro-akupunktiert werden, weil der elektrische Strom das Gerät irritieren könnte.


Haltung der Krankenkassen

Ab dem 1. Januar 2007 zahlen alle deutschen gesetzlichen Krankenkassen gemäß einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses in Deutschland Akupunktur bei chronischen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule oder in den Knien (Gonarthrose) im Rahmen einer Schmerztherapie.GBA-Beschluss Die Behandlung von Kopfschmerzen durch Akupunktur wurde nicht in den Leistungskatalog aufgenommen, da kein Vorteil gegenüber der Standardtherapie festgestellt worden ist.Pressemitteilung des Gemeinsamen Bundesausschusses: Akupunktur zur Behandlung von Rücken- und Knieschmerzen wird Kassenleistung, 18. April 2006 Alle anderen Akupunkturbehandlungen sind ebenfalls nicht Leistung der gesetzlichen Krankenkasse und müssen deshalb selbst bezahlt werden.

Teil dieses Beschlusses ist auch die Erhöhung der notwendigen Qualifikation der Ärzte: Neben der ärztlichen Zusatzbezeichnung „Akupunktur“ wird der Nachweis der jeweils 80-stündigen Kurse „Spezielle Schmerztherapie“ und „Psychosomatische Grundversorgung“ vorausgesetzt.Qualitätsrichtlinie Akupunktur Bis 30. Juni 2008 gilt eine Übergangsfrist, die es Ärzten, die noch nicht die genannten Fortbildungsnachweise erbracht haben, befristet erlaubt, Akupunktur als Kassenleistung anzubieten.

Viele deutsche private Krankenversicherungen, Beihilfen und die Postbeamtenkrankenkasse bezahlen Akupunktur zur Behandlung von Schmerzen im Rahmen der Gebührenordnung für ÄrzteGebührenordnung für Ärzte (GOÄ), nach Einzelfallentscheidung meist auch für weitere Diagnosen. Vertragsabhängig werden auch Heilpraktikerleistungen ersetzt.